Warum wir jetzt handeln müssen…

Klimawandel ist kein Zukunftsszenario mehr. Wissenschaftliche Forschungen belegen den kontinuierlichen Anstieg der mittleren Temperatur auf der Erde seit Beginn der Industrialisierung. So nahm auf der Nordhalbkugel die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur von 1880 bis 2016 um mehr als 1°C zu. Bereits heute sind viele Menschen und deren Lebensgrundlagen durch klimatische Veränderungen massiv bedroht. Beispielsweise gehören früher epochale Extremwetterereignisse wie Dürreperioden, Überschwemmungen oder Stürme inzwischen zu den täglichen Nachrichten.

Hier findest du weitere Informationen des Umweltbundesamtes zu bereits bestehenden Klimaveränderungen, deren Ursachen, Auswirkungen und Zukunftsszenarien. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig Klimaberichte. Darüber hinaus gibt das Umweltbundesamt Zusammenfassungen zu den Erkenntnissen der letzten IPCC-Sachstandsberichte heraus.

Die weitreichenden Forschungen mündeten in zahlreiche Konferenzen, Abkommen und Strategien. Einige Stationen der internationalen Klimaschutzbemühungen:

  • 1979 1. Weltklimakonferenz in Genf
  • 1988 Gründung des Weltklimarates IPCC
  • 1992 Erdgipfel Rio de Janeiro mit Beschluss der Klimarahmenkonvention als 1. internationalen Klimaabkommen
  • 1997 Beschluss des Kyoto-Protokolls als erstes – und bis heute einziges – rechtlich bindendes Abkommen über Emissionsbegrenzungen auf dem 3. UN-Klimagipfel (COP 3)
  • 2015 Klimakonferenz in Paris mit Beschluss des Pariser Abkommens (COP 21)
  • 2018 Neuester Bericht des Weltklimarates IPCC

Trotz der bisherigen Aktivitäten ist noch immer keine grundlegende Trendwende in der Klimaentwicklung gelungen. In der Praxis wurden oftmals – als höchst dringlich erkannte – Ziele und Maßnahmen immer wieder in die Zukunft verschoben. Der 2018 veröffentlichte Bericht des Weltklimarats zeigt, dass wir die Ziele nicht mehr weiter in die Zukunft verschieben können. Wir müssen jetzt handeln, um die Erwärmung der Erde bei 1,5°C zu stoppen und so das Überschreiten sogenannter tipping-points zu verhindern – den Schwellenwerten, bei deren Überschreiten sich das Klima nicht mehr allmählich, sondern sprunghaft ändert. Hierzu ist eine drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Bereichen der Gesellschaft erforderlich. Angesichts dieser dramatischen Situation geht es nicht mehr darum, darüber zu streiten, wer vorangehen soll. Vielmehr müssen alle Akteure ihr Möglichstes beitragen.

Es ist höchste Zeit, die Trendwende einzuleiten! Gehen wir voran. Auf individueller Ebene können wir heute schon klimaneutral leben. Wenn wir andere auf diesem Weg mitnehmen, wird aus den Bemühungen einzelner eine gesellschaftliche Bewegung.

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